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Telefonsex Fetisch Geschichten

15.07.2006
Indianer-Wiedersehen (Genre: Telefonsex Fetisch)
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Indianer-Wiedersehen

Das gibt es doch nicht! Diese Stimme kenne ich. Sie erinnert mich so stark an die von Jara, wäre es nicht völlig ausgeschlossen,
ich könnte wetten, er ist es.

Jaroslaw, genannt Jara, der Schwarm aller Mädchen an unserem Gymnasium. In der Oberprima, in der er wie wir anderen
alle um das Abitur kämpften, während wir uns über unseren 18. Geburtstag freuten, über Führerschein und Volljährigkeit,
hätte er jede Schülerin haben können, die er wollte; er hätte nur mit dem Finger schnippen müssen.

Aber er wollte gar keine; nur eine. Eine einzige. Mich.

Oh, wenn die in der Klasse gewusst hätten, dass wir zusammen waren, ganz heimlich. Und wenn sie erst gewusst hätten,
was wir so alles miteinander trieben, an den Nachmittagen, wo wir zusammen waren ...

Ganz harmlose Indianer-Spiele waren es anfangs, und später dann nicht mehr ganz so harmlose. Zuerst jagten wir uns,
wenn wir ein leeres Haus für uns hatten, durch alle Räume, sonst nur durch unser eigenes Zimmer.
Dabei waren wir immer abwechselnd Jäger und Gejagter, der Indianer oder die Indianerin, und das Opfer.
Obwohl später immer öfter ich die Jägerin war, und Jara das Opfer.

Das Opfer, das irgendwann gefangengenommen wurde und gefesselt. Hand- und Fußgelenke wurden aneinander gebunden.
In Jaras Zimmer gab es einen wunderbaren Dachbalken, an den wurde man dann aufrecht stehend gefesselt,
bei mir geschah es meistens liegend, auf dem Bett.

Allerdings muss ich noch ergänzen, das Opfer wurde vor beziehungsweise während der Fesselung völlig nackt ausgezogen ...

Und stand oder lag dann am Schluss da, nackt, sich windend in der unerbittlichen Fixierung per Seil.

Danach begann der noch interessantere Teil unserer Indianer-Spiele: die Höllenqualen am Marterpfahl. Das arme Opfer
wurde nun nämlich vom Sieger nach Kräften, und zwar stundenlang, durchgekitzelt, gestreichelt, geküsst, geleckt,
gebissen und gekratzt. Wir taten alles, um alle möglichen wollüstigen Gefühle hervorzurufen, die immer total zwischen
absolut schön und absolut schrecklich schwankten. Empfindungen, bei denen man einfach stöhnen und schreien und
sich hin- und herwerfen musste; stillhalten konnte man dabei unmöglich.

Wenn die Schreie zu laut wurden, bekam das Opfer ein Höschen als Knebel in den Mund gestopft.

Sehr schnell hatte ich bemerkt, wie diese Spiele Jaras Schwanz nahezu umgehend zum Stehen brachten.
Wenn er das Opfer war, wie meistens, hatte ich mein größtes Vergnügen daran, seinen Schwanz zu reiben,
ihn dann wieder nach der nächsten intimen Berührung schmachten zu lassen, bis er beinahe verrückt wurde.
Sich selbst anfassen konnte er ja nicht; schließlich war er gefesselt.

Oh, was haben wir für herrliche Stunden verbracht, mit unseren erotischen Indianer-Spielen ...

Damals hat alles angefangen; und die Faszination des Fesselns hat mich nie wieder losgelassen.
Auch nicht, als wir beide fürs Studium fortgingen und uns aus den Augen verloren haben. Genaugenommen ist
also Jara daran schuld, dass ich jetzt beim Telefonsex bin, bei der Fetisch Line, spezialisiert auf Bondage.

Und jetzt habe ich heute beim Telefonsex jemandem am Hörer, dessen Stimme exakt so klingt wie die von Jara.

Oder ob er es wirklich ist?

Mich kann er nicht erkennen; er kennt mich nur als Susanne, aber bei der Fetisch Line nenne ich mich Mara.
Die Bondage-Mara; das ist mein Spitzname. Ja, ich weiß – natürlich ist das angelehnt an ihn. An denjenigen,
der mich in dieser aufregende, erregende Welt der Fesselspiele eingeführt hat.

Ob ich ihn einfach frage? Vielleicht ist er es ja wirklich ... Nein, das kann nicht sein. Das wäre doch ein zu
großer Zufall; oder etwa nicht?

Jay heißt er, mein geheimnisvoller Anrufer beim Telefonsex mit der vertrauten Stimme, hat er gesagt.

Aber das kann ebenso gut eine englische Abkürzung sein. Jay – für J. J wie Jara.

Ich wage es nicht. Zu groß ist die Angst vor einer Enttäuschung. Irgendetwas Unsinniges plappere ich
stattdessen vor mich hin.

Bis er mich auf einmal mitten im Satz unterbricht.

"Susanne?" fragt er ungläubig. "Bist du das?" Mein Herz macht einen riesigen Sprung.
Und auf einmal weiß ich, wir haben uns wiedergefunden. Und es wird ganz gewiss nicht bei der bloßen Telefonerotik bleiben!


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